Richtungsweisend

17 Januar, 2015

Viel bewegte mich im letzten Jahr. Es war eine sehr turbulente und anstrengende Reise, die mich an diesen Punkt geführt hat, an dem ich jetzt stehe. Zumindest das kann ich sagen: ich stehe wieder.

Und ich habe lange überlegt, wie ich damit umgehen soll. Mit meinen Gedanken, dem, was ich hier von mir zeige und damit im Prinzip zur Diskussion stelle. Mir ist natürlich, wie ich schon im letzten Post schrieb, aufgefallen, dass es Menschen gibt, die mit der Seite, die nicht eine heile, spirituell schöne Welt abbildet, Probleme haben. Und auch mit meiner Entwicklung, die ich hier ja sehr offen zeige. Und soll ich euch was sagen? Das ist einfach nicht realistisch.

Ich bin keine heile- Welt- Bloggerin. Und ich möchte auch keine (mehr) sein. Ich möchte, wenn ich blogge, zeigen, wie meine Lebensrealität aussieht. Natürlich gibt es da auch viel Schönes, es gibt viele erbauliche Themen, für die ich mich auch interessiere, aber ich benutze verschiedene Ventile für Dinge, die mich umtreiben. Bloggen ist unter anderem auch ein Ventil für mich, um Dinge auszudrücken, die ich im Alltag so nicht genug thematisieren kann. Ich verarbeite schreibend.

Und ich habe für mich festgestellt, dass das ehrlich ist. Mir und auch euch Leser_innen dieses Blogs gegenüber.

Es ist in den letzten Wochen viel passiert, was sich richtungsweisend auf mein Leben auswirkte. Ich fühle mich jetzt runder, vollständiger. Ich bin umgezogen, ich wohne wieder in meiner geliebten Herzensstadt. Ich habe eine neue Stelle angetreten. Ich habe sehr viel nachgedacht über die Menschen, die mich umgeben, und auch darüber, ob dieses Blog seinen politischen Anstrich behalten soll.

Ja, es soll. Ich möchte im nächsten Jahr wieder mehr Videos machen (weil Stadt und schnelles Internet!), ich möchte Themen wie Natural Hair, Yoga und den Podcast weiter ausbauen und ich möchte sowohl über Empowerment, als auch über Stolpersteine schreiben, mit denen ich als Woman of Color umgehen muss.

Ein weiterer Teil, über den ich mir mal wieder Gedanken mache, sind Links. Irgendwie finde ich immer noch nicht die Richtige Art, mit Verlinkungen umzugehen. Ich habe sie mal rausgenommen, aber ich werde sie bald wieder einbauen. Wie, dass weiß ich grade noch nicht. Aber ich bin dran, daher fühlt euch nicht betroffen, wenn ihr eure Seite hier grade nicht verlinkt sehr. Kommt wieder!

Also, stay tuned, rage and love on <3

Das mit dem Vorkauen

19 November, 2014

Ich bin dieser Tage ziemlich hin und her gerissen.
Zum um Einen gibt es Feedback, was mich nachdenklich stimmt, zum Anderen habe ich aber auch bei anderen Personen, die sich ähnlich verorten wie ich, einige Reaktionen mitbekommen, die mich grübeln lassen.

Ich hole mal ein bisschen aus.
Ich bin ein Mensch, der gerne mal etwas provokativer schreibt. Besonders auch auf Twitter. Wenn ich Gedankengänge in den Raum stelle, dann hat das meist den Anlass, dass mir etwas widerfahren ist, über das ich mich, mal mehr, mal weniger, aber eher mehr aufrege. Das ist auch ein Mittel der Verarbeitung für mich. Und mir hilft das Feedback von Menschen aus meiner Filterbubble, denen es ähnlich geht, immer sehr. Und wenn es nur ein stiller Like ist. Ich weiß dann, dass ich damit nicht allein bin. Es gibt Menschen, denen geht es ähnlich, oder sie nehmen das zumindest wahr und sind an meiner Seite! Und das tut unheimlich gut.

Wenn ich dann einen Twitter- Rant absetze, in dem ich gesellschaftlich schräge Dinge, die sich leider massiv auf meinen Alltag auswirken, thematisiere, dann kann das schon auch den Tonfall haben, den ich in solchen Momenten habe. Einen fucking wütenden. Ich bekomme aber vereinzelt Feedback, dass das nicht gut ankommt. Weil ich so ja (in meinen Worten) Leute vor den Kopf stoße, (weisse) Menschen sich an die Wand gestellt fühlen und ich niemanden für meine Sache gewinne, ich offenbar auch übertreibe.

Ich frage mich dann, wie (weisse) Menschen wissen wollen, dass ich übertreibe. Ernstgemeinte Frage. Aufgrund ihrer alltäglichen Erfahrung mit Rassismus? Weil es so viele andere PoC gibt, die dann ja auch nicht so abgehen? Weil höchstens gemäßigtes Hände in die Luft heben oder sachliches Ansprechen tolerierbar (ich benutze das Wort hier sehr bewusst) und verständnisfördernd ist? What the actual fuck?

Ich gehe davon aus, dass ich mit oftmals erwachsenen, immer aber eigenständig denkenden Menschen zu tun habe. Ja, ich mute tatsächlich meinen Followern zu, auch ein bisschen selber in Kontext setzen zu können. Was eigentlich nicht so schwer ist. Eins stelle sich einfach vor, ich erlebe sowas täglich. Seit 31 Jahren. Tadadada- Kontext. Wenn es schon zu viel ist, sowas zu lesen, dann wird vielleicht deutlich, wie es dann sein muss, es zu erleben. On a fucking regular basis. Wenn permanent (Stichwort: Haare) persönliche Grenzen überrannt werden und dann wieder irgendein super relativierender Vollhorst belehrt: “Aber vielleicht sind die ja alle ganz lieb und du hast ja auch tolle Haare und meine xyz ungewöhnliche Frisur wollten auch schon mal Menschen anfassen, ich fand das garnicht schlimm!”

Dann, liebe Menschen jeglicher Color, kaue ich nicht mehr artig und liebevoll vor. Dann ist Sense, Finito, dann kotze ich lediglich im Strahl. Und zwar ziemlich farblos.

In den meisten Fällen bin ich auch diejenige, die Leute versucht da abzuholen, wo sie stehen. Und das meine ich null überheblich, sondern auf einer Augenhöhe. Vielfältige Standpunkte und so. Ich finde das wichtig. Aber es ist und sollte nicht die Aufgabe von Menschen, die Ziel von Vielfältigen -ismen sind, sein, der Mehrheit ihre Position schonend vorzukauen. An die Wand gestellt, begafft und zur Toleranzdiskussion freigegeben, werden nämlich wir. Am Beispiel der aktuellen ARD Toleranzwoche (Hier ein guter Artikel von Sanczny dazu) kann man das sehr schön sehen.

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Ich muss trotzdem sagen, dass ich für die ehrlichen Reaktionen dankbar war und bin. Weil sie mir Gelegenheit geben, meine Position zu reflektieren. Und das Ergebnis ist, das ich nach wie vor -nur in gefestigterem Maße- schließe, dass diese Wut gut ist, weil es mir oft eher so geht, wie ich in diesem Video beschreibe und ich mir dann aus Rücksicht diese authentische Reaktion verbiete. Und das ist, ehrlich gesagt, ziemlich beschissen für mich. Danke für die Aufmerksamkeit. Rage on!

Queerer Rant- und Strickpodcast, Episode 10

9 November, 2014

QRSP

((Netz-)Feminismus &) Differenzen

Der Song am Anfang heißt “Goddess of the Rain/ Serenity”, ihr könnt ihn hier auf soundcloud finden.

03:06 Min. Warum ich so lange verschwunden war :)
04:46 Min. Was ich grade stricke und nähe.
08:22 Min. Differenzen (am Beispiel von (Netz-)Feminismus und Job)

Und noch die versprochenen Fotos :)

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For rainy Days- Verlosung! – BEENDET

15 Oktober, 2014

GEWONNEN HAT: LISA* – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH :) <3

Ihr Lieben, weil ich den Herbst so liebe (was langsam wohl alle wissen), gibt es bei mir zu diese Woche etwas zu gewinnen. Nämlich eine kleine Regenwolke, die ich am Wochenende genäht habe und eine CD mit 10 Songs von mir.

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Hier die Playlist:

1.Brighid / 2.Winterlicht / 3.Dark Mother / 4.Holle / 5.Nornenlied / 6.Hoffnung / 7.Meerestraum / 8.Fall / 9.Krähenherz / 10.Goddess of the Rain

Wer bis einschließlich Dienstag, dem 21.10.2014 einen Kommentar hinterlässt und mir erzählt, was im Herbst auf keinen Fall fehlen darf, ist mit dabei.

Wochen(glück)-Rückblick 11.10.14

12 Oktober, 2014

“Was hat dich diese Woche glücklich gemacht?” – fragt das Fräulein Ordnung.

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Der leckere Tee, den mir das Fuchs- Fräulein mitgebracht hat. Nom nom nom! Überhaupt trinke ich seit ich in Herbst- Stimmung bin wieder literweise Tee. Ich liebe es.

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Mein Lieblingsschal. Ich liebe Schals und Tücher und jetzt kann ich sie endlich wieder tragen. Ebenso liebe ich im Moment meinen Blazer, den ich so lange fleißig anziehe, bis es zu kalt ist.

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Der Schwarzwald. Gestern war ich auf drei Flohmärkten und bin dafür quer durch den Südschwarzwald gefahren. Nebelverhangene Täler, Buntes Laub und die wunderbaren Berge. Ich liebe meine Wahlheimat sehr <3

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Typografie. Ich habe einige meiner Lieblingssprüche aufgeschrieben und -gehangen. Ich brauche immer mal wieder Bilderwechsel in der Wohnung.

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Gemütlichkeit und Kerzen. Den Abend heute lasse ich mit den Gilmore Girls enden. Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende!