Scharwaie

18 April, 2014

Gestern hab ich mal was regionales gebacken. Scharwaie nämlich. Und weil die echt gut geworden ist, teile ich heute das Rezept mit euch.

Scharwaie

Für zwei Fladen braucht ihr:

- 500g Mehl (traditionell helles Mehl, aber ich hatte nur Vollkornmehl)
- 1TL Salz
- 1 Prise Zucker
- 20 g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
- 400 ML lauwarmes Wasser
- 2 El Olivenöl

Für obendrauf:

- Öl zum Bestreichen
- (traditionell grobkörniges) Salz
- Ich hab noch etwas Oregano drübergestreut

Zubereitung:
Mehl und Salz in eine Schüssel geben, eine Mulde machen, etwas von dem Lauwarmen Wasser mit der Hefe, dem Zucker und dem Olivenöl hineingeben, verrühren und einige Minuten gehen lassen bis sich Bläschen bilden. Dann den Rest des Wassers hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Hefeteig sollte man mindestens 10 Minuten kneten, wenn ihr also eine Küchenmaschine habt, dann lasst diese die Arbeit machen ;-)

Danach den Teig gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.

Zwei Fladen formen, diese rautenförmig einschneiden, mit Öl bestreichen und mit Salz und Oregano bestreuen. Ich habe den Teig dann nochmal eine halbe Stunde gehen lassen.

Danach bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. Fertig. Lecker!

Butler bei die Fische!

12 April, 2014
in Queer

Ich habe nicht studiert. So, jetzt ist es raus!
Warum sage ich das so? Weil ich mal etwas deutlich machen möchte. Trotz der Tatsache, dass ich mich nach meinem Abitur für einen Ausbildungsberuf entschieden habe, habe ich ein großes Verständnis und eine große Liebe zu diesen fachsimpelnden Uni- Niveau- Diskursen. Trotzdem behagt es mir nicht, dass grade im Bereich Feminismus & Queerness so viele Gespräche und Artikel ausschließlich in dieser Art gehalten sind. Ich merke auch, je länger ich mich damit befasse, dass das unweigerlich passiert. Auch ich verwende gewisse Termini, da Umschreibungen anstrengender und – freilich – nicht so treffend sind.

Ich frage mich aber auch oft, ob das sinnvoll ist, im Bezug auf die Bedeutung, die solche Themen eigentlich haben (sollten). Und ob es dem Ziel, solche Themen mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken, nicht im Wege steht. Es ist nämlich so, dass viele Menschen Dinge nicht lesen, weil sie einfach nicht mitkommen. Und was mir fehlt ist ein guter Einstieg. Ich bin ja so eine, die glaubt, dass wenn ich eine gewisse Know-how besitze, ich in der Lage sein müsste, sie so runterzubrechen, dass jeder mein Anliegen versteht. Und genau an dieser Herangehensweise mangelt es mir.

Natürliche gibt es Wikipedia und es gibt Literatur. So habe ich mich auch an das Thema herangearbeitet. Trotz allem: Ich habe da auch schon die Notwendigkeit gesehen, mich mit diesen Themen zu befassen. Aber, und das ist mein Punkt, es sollen ja auch, vielleicht sogar besonders, Leute sensibilisiert werden, die solche Erkenntnis nicht von alleine haben. Ich weiß nicht, wie zielführend es ist, so eine Paralellebene zu installieren.

Ja, wir brauchen Inseln, wo wir nicht ständig wegen der selben Dinge angefeindet werden, wo es eine Sprache gibt, die alle mitdenkt (und hier mache ich zum Beispiel auch null Kompromisse mehr) und wo wir uns nicht 24/7 erklären müssen. Inseln sind völlig legitim. Solange man nicht nur noch auf diesen Inseln verweilt. Wir müssen uns mit dem Rest der Gesellschaft durchmischen, wir müssen sichtbar und transparent sein als Menschen unter Menschen. Und nicht als Club auf einer Insel, den man wieder wunderbar von außen aburteilen kann, weil sich die Insel ja so wunderbar isolieren lässt. Da bauen wir uns wieder Schubladen. Das sind die Stellen wo Selbstbezeichnung zur Kategorie wird. Und wo wir uns einmauern.

Und an dieser Stelle muss ich mich mal für das kurze Gespräch mit Paula bedanken, weil es mich dran erinnert hat, dass ich das hier schreiben wollte. Schon länger.

______________________________

Anmerkung zum Titel: Judith Butler ist eine US-amerikanische Philosophin und Philologin. Sie hat einige, sehr lesenswerte Bücher zum Thema feministischer Theorie geschrieben, für die Queer- Theorie war unter anderem ihr Werk “Das Unbehagen der Geschlechter” ausschlaggebend. Sie verwendet konsequent fachspezifische Ausdrücke, was die Bücher für manche Menschen äußerst schwer verständlich macht.

Stille, (Innen)Räume und Freundschaften

11 April, 2014
in Leben

Ich frage mich manchmal, nach welchen Gesichtspunkten ich Freundschaften schließe.
Mir fällt auf, dass es Menschen gibt, die in meiner unmittelbaren Nähe sind und obwohl mich Dinge mit ihnen verbinden, gehen diese Freundschaften manchmal auseinander. Oder sie werden gar nicht so richtig dicht. Und dann gibt es Menschen, die wohnen am anderen Ende des Landes, oder gar in einem anderen Land, ich sehe diese Menschen, wenn ich Glück habe, einmal im Jahr und trotzdem fühle ich mich ihnen so nah wir nur irgendwas.

Denkt ihr über sowas auch manchmal nach?
Ich frage mich dann manchmal, ob ich es vielleicht nicht so richtig auf die Reihe bekomme, räumlich dichte Freundschaften zu führen. Ob mir das vielleicht zu viel wird. Ich bin schon ein Mensch, der viel Freiraum braucht. Maßgeblich gern vor sich hinklüngelt. Im eigenen Tempo. Ich mag meine Geschäftigkeit, dass ich Dingen sofort nachgehen kann, die mir einfallen, aber vor allem, dass keine_r Erwartungen an mich stellt.

Leute, mit denen ich es länger aushalte sind solche, die bei mir in der Bude sitzen und ‘ne eigene Beschäftigung haben. Die irgendwas machen, ich mache irgendwas und wir sind zusammen und reden, manchmal schweigen wir und jede_r kann dem Drang nachgehen, die Dinge zu tun, die sie_er tun mag. Sowas geht mit mir hervorragend.

Mich bedrängt die Vorstellung, eine Person dauerhaft bespaßen zu müssen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht auch gern gemeinsam etwas mit selbiger tue. Nur eben nicht dauerhaft.

Meine Freundschaften sind sehr vielfältig. Da ist der Freund, der wirklich alles und ich meine ALLES von mir weiß und der in meiner Nähe wohnt, den ich oft sehe und der im Prinzip genau das ist, was ich nicht bin und trotzdem so ähnlich in Manchem, dass wir ganz wunderbar harmonieren. Das ist der, bei dem ich die Tür nicht zumache, wenn ich duschen oder baden gehe und das Gespräch einfach weitergeht. Der sich nen Stuhl an die Wanne holt.

Dann ist da der Freund, der zwar weit weg wohnt, zu dem ich aber so einen Herzens- nein: Seelenfaden habe, dass mir oft nicht klar ist, woher der kommt, wie das sein kann und was das alles soll. Da sind diese kurzen aber sehr, sehr tiefen Kontaktmomente, die langsam irgendeine Form von Beständigkeit entwickeln und über den ich, rein aus dem Gefühl vermutlich einen Roman schreiben könnte. Vermutlich der Mensch, mit dem ich die meiste Reibungsfläche habe, aber auf eine sehr gute, voranbringende Art.

Die Freundin, mit der ich Skype im Prinzip auch beim schlafen laufen lassen könnte. Wo es ohne Probleme geht, dass man morgens um 10 Skype anmacht und abends um 11 wieder aus. Der Tag vergeht mit reden, gemeinsam zocken, an Homepages arbeiten, kreativ sein, philosophieren und auch mal Phasen des Schweigens.

Diese drei Freundschaften stelle ich mal symbolisch in den Raum, weil sie alle eins gemein haben: ich habe genug Raum. Leeren Raum. Mein Innenraum ist nämlich immer ziemlich voll. Voller Gedanken und Ideen. Und ich brauche lange, bis ich die einfach mal rausgefegt habe. Bis es in mir still wird. Da sehe ich die Welt klar. Und mich. Vielleicht können andere Menschen schneller zu sich kommen. Vielleicht brauchen andere das auch nicht so. Ich weiß es nicht. Ich für meinen Teil brauche ziemlich viel Stille in mir. Ich brauche mit mir alleine zu sein, in großem Maß. Klare Sicht. Trotzdem will ich mal darauf achten, mich nicht zu sehr einzuigeln. Das tut mir irgendwann dann nämlich auch nicht mehr gut. Und vielleicht ändert sich dann ja etwas an meiner Sicht auf Freundschaft.

Queerer Rant- und Strickpodcast, Episode 6

30 März, 2014

QRSP

Selfcare- Ruhepausen nutzen, sich besinnen, Veränderungen einleiten.

Das Lied zu Beginn heißt “Nornenlied” und ist von mir ;-)
03:35 Min. Was ich grade auf den Nadeln habe
07:28 Selfcare

Was es zu gucken gibt!

Ich bin gespannt auf euer Feedback!

Küchenfreude

18 März, 2014

Meine Küche ist einer meiner Lieblingsorte in meiner Wohnung. Vermutlich sagen das viele von euch über ihre Küche auch. Ich sitze gern am Küchentisch mit einer Tasse Tee und  schaue auf die Schwarzwaldberge oder lese Zeitung, ich mag die kleinen Details und meine Küche ist der einzige Ort, der ein teilweise anderes Farbkonzept hat, als der Rest meiner Wohnung. Hier ist die Akzentfarbe nämlich lila. Und ich liebe lila. Sehr.

Der Blick aus dem Fenster
kitchen9

Das Küchenmotto- ich liebe es:
kitchen8

Meine neue Küchenlampe- 7 Euro, ich war gleich verliebt!
kitchen1

Und wie sieht eure Küche aus? Zeigt her eure Küchen und erzählt mir davon. Vielleicht können wir uns gegenseitig inspirieren!