Body Positive Practice- Anfangsaufnahme.

3 März, 2015

Was will ich machen?

Ich mache in diesem Monat ein paar Sachen mehr, als ich ursprünglich gedacht habe. Mein Grundding ist Yoga. Yin Yoga, um genauer zu sein. Meine Homebase ist Ekhart Yoga, aber ich will mich durchaus auch woanders umsehen. Ich will mich dieser Richtung schon lang einmal intensiver zuwenden, darum mache ich das in diesem Monat. Und dann werde ich zeichnen. Wir haben ja diesen Queer- Feministischen Hangout, der eigentlich ein Strickhangout ist, bei dem eins aber auch dazukommen kann und was anderes tun, während wir uns nett unterhalten. Angeregt durch Anna Heger, haben wir grade ein paar Zeichenchallenges gemacht, während derer mir aufgefallen ist, dass mir das erstens großen Spaß macht und ich das zweitens auch sehr empowernd finde. Wir haben an den ersten Abenden eine Reihe sehr kurviger, schöner Körper gezeichnet. Das war toll. Ihr könnt unsere Bilder auf Twitter unter dem Hashtag #Nährboden finden*. Zum anderen will ich mal wieder auf mein Essverhalten schauen. Ich hatte in den letzten Monaten viel Stress und meine ausgewogene Ernährung ist dabei mal wieder auf der Strecke geblieben.

Vorerfahrungen / Vorraussetzungen

Ich bin dick. Ich halten das nicht per se für einen ändernswerten Zustand. Nur die Fitness und meine liebevolle Wahrnehmung würde ich gern verbessern.

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Yoga:
mache ich seit einem Jahr. Und das tut mir sehr gut, ich möchte gern zu einer regelmäßigen Praxis finden. Grade ist mein Knie etwas angeschlagen, weil ich es verknackst hab. Und mein Rücken ist dank meines Berufes eine Dauerbaustelle. Ich schreibe also über Positionen für dicke Menschen, die Knie-/ Rücken- schonend & in diesem Bereich kräftigend sind.

Zeichnen:
hab ich mal in der Schule gehabt, ewig nicht mehr gemacht. Ich möchte besonders Portraits und dicke Körper zeichnen. Vielleicht einen empowernden Comic.

Essen:
Joa, weniger Süßkram, geregelter essen (Essplan), mehr Smoothies :)


*Der Name #Nährboden ist aus einem Autokorrekturfehler entstanden. Eigentlich sollte es nämlich Nacktbild heißen. Weil wir das so lustig fanden, haben wir den Namen dann einfach genommen. :)

Einladung: Body positive Practice Month

24 Februar, 2015
in Yoga

Ich liebe ja den Austausch über und vor allem auch die Diversität beim Yoga. Immer mal wieder bekomme ich mit, was zum Beispiel Distel für Gedankengänge zu Yoga, Body Image und kultureller Aneignung hat. Das finde ich sehr spannend.

Als ich neulich überlegte, wie ich meinen Wiedereinstieg ein bisschen motivierender gestalten könnte, kam mir die Idee eine Aktion zu starten. Da im März ein bisschen Luft ist, haben Distel und ich kurzerhand beschlossen einen Body positive Practice Month zu machen. Dafür hat Distel auch die Grafik gestiftet.

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In diesem Monat, März, soll es also darum gehen, wie wir mit unseren verschiedenen körperlichen Vorraussetzungen etwas Aktives tun, die Praktik, die uns gut tut, was dazu für Gedankengänge entstehen- wie das vielleicht auch unsere Sicht auf unseren Körper verändert / hat. Jede_r die_der Lust hat, kann gern mitmachen. Ihr dürft die Grafik gern mitnehmen und auch etwas dazu posten oder sie einfach einbinden und auf diesen Artikel hier verlinken. Ich freue mich, wenn ihr dabei seid! <3

Hinterlasst doch einen Kommentar, wenn ihr mitmacht, damit wir uns gegenseitig finden können!

Anmerkung: Wir haben es von “Yoga” nach “Practice” umbenannt, weil wir tolle Twitter- Anregungen bekommen haben, doch auch andere Praktiken einzubeziehen. Das fanden wir toll, weil so mehr Menschen mitmachen können. Danke <3

What happened to my Yoga practice?

21 Februar, 2015
in Yoga

Ja, was ist eigentlich mit meiner Yoga Praxis passiert, fragen sich vielleicht einige von euch, inklusive mir. Nachdem ich so motiviert angefangen habe, hat das Ende des letzten Jahres ein ziemliches Loch in meine Motivation gerissen. Jobwechsel, Wohnort- Wechsel, Stress vor Weihnachten, das alles hat mich irgendwie aus dem Gleichgewicht gebracht oder vielmehr: die Gründe für den Umbruch haben es. Und doch muss ich sagen, dass meine Yogapraxis vermutlich einer der Säulen dafür war, dass ich überhaupt bemerkt habe, dass dieser Umbruch nötig ist.

Yoga bringt uns mehr zu uns, weil es uns mit unserem Körper verbindet, ein größeres Gespür für uns selbst bekommen lässt- und dafür, was in und um uns harmonisch ist und was nicht. Und das hat mir gut getan, auch wenn es sehr zehrend war.

Und nachdem ich nun wieder öfter im Hangout war, hat mich Distel inspiriert, meinen Yoga- Faden wieder aufzunehmen. Was ich auch gleich gestern und heute gemacht hab. Ja, richtig: Curvy Yoga is back!

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Und jetzt sitze ich hier mit meinem Tee, lächle vor mich hin, habe dank Anat Geiger einen neuen Rücken und denke: was hab ich nur so lange ohne Yoga gemacht.

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Über ihre Schranken

14 Februar, 2015
in Musik

Es gibt Dinge, die muss eins irgendwann irgendwie verarbeiten.
In den letzten Jahren habe ich verschiedene Konzentrationslager besucht. Die Emotionen, die mich durchlaufen haben, als ich die Geschichten vor mir sah, in Bild, in Ton – die Gegenstände, die Schuhberge, die Brillengläser, Unmengen davon, sind unbeschreiblich. Schwer bis gar nicht in Worte zu fassen.

Jeder Mensch sollte einmal in einer dieser Gaskammern stehen, diese drückende Enge spüren, diese wahnwitzigen Brausebad- Schilder, die Krematoriumsöfen. Die Gänge, die Gitter. Ein schieres Nicht- fassen- Können. Das Wissen, das das alles echt und so gewesen ist, der Versuch das zu begreifen, diese Stockbetten- Pferch- Atmosphäre. Und dann die Lieder, die Tagebücher, die Gedanken, die sich die Menschen in dieser Lage, im sicheren Anblick des Todes gemacht haben.

Als ich dieses Lied schrieb, habe ich so viele Tränen wie selten in meinem Leben vergossen. Die Musik stammt von meinem besten Freund Lastfuture.

Ich ziehe meinen Hut. Vor diesen Menschen in all diesen Lagern.
Nie wieder.

Richtungsweisend

17 Januar, 2015

Viel bewegte mich im letzten Jahr. Es war eine sehr turbulente und anstrengende Reise, die mich an diesen Punkt geführt hat, an dem ich jetzt stehe. Zumindest das kann ich sagen: ich stehe wieder.

Und ich habe lange überlegt, wie ich damit umgehen soll. Mit meinen Gedanken, dem, was ich hier von mir zeige und damit im Prinzip zur Diskussion stelle. Mir ist natürlich, wie ich schon im letzten Post schrieb, aufgefallen, dass es Menschen gibt, die mit der Seite, die nicht eine heile, spirituell schöne Welt abbildet, Probleme haben. Und auch mit meiner Entwicklung, die ich hier ja sehr offen zeige. Und soll ich euch was sagen? Das ist einfach nicht realistisch.

Ich bin keine heile- Welt- Bloggerin. Und ich möchte auch keine (mehr) sein. Ich möchte, wenn ich blogge, zeigen, wie meine Lebensrealität aussieht. Natürlich gibt es da auch viel Schönes, es gibt viele erbauliche Themen, für die ich mich auch interessiere, aber ich benutze verschiedene Ventile für Dinge, die mich umtreiben. Bloggen ist unter anderem auch ein Ventil für mich, um Dinge auszudrücken, die ich im Alltag so nicht genug thematisieren kann. Ich verarbeite schreibend.

Und ich habe für mich festgestellt, dass das ehrlich ist. Mir und auch euch Leser_innen dieses Blogs gegenüber.

Es ist in den letzten Wochen viel passiert, was sich richtungsweisend auf mein Leben auswirkte. Ich fühle mich jetzt runder, vollständiger. Ich bin umgezogen, ich wohne wieder in meiner geliebten Herzensstadt. Ich habe eine neue Stelle angetreten. Ich habe sehr viel nachgedacht über die Menschen, die mich umgeben, und auch darüber, ob dieses Blog seinen politischen Anstrich behalten soll.

Ja, es soll. Ich möchte im nächsten Jahr wieder mehr Videos machen (weil Stadt und schnelles Internet!), ich möchte Themen wie Natural Hair, Yoga und den Podcast weiter ausbauen und ich möchte sowohl über Empowerment, als auch über Stolpersteine schreiben, mit denen ich als Woman of Color umgehen muss.

Ein weiterer Teil, über den ich mir mal wieder Gedanken mache, sind Links. Irgendwie finde ich immer noch nicht die Richtige Art, mit Verlinkungen umzugehen. Ich habe sie mal rausgenommen, aber ich werde sie bald wieder einbauen. Wie, dass weiß ich grade noch nicht. Aber ich bin dran, daher fühlt euch nicht betroffen, wenn ihr eure Seite hier grade nicht verlinkt sehr. Kommt wieder!

Also, stay tuned, rage and love on <3